Zweiter Teil - Von 1200 bis Ende des 16.Jahrhunderts

 
 Jahreszahlen stehen für Ereignisdaten oder zeitliche Nennung in historischen Dokumenten.
1200-1221
Meseberg/Börde verliert weiteren Grundbesitz an Kloster Hillersleben. Als weitere Besitzer stehen hier u.a. die von Griebens und später auch die von Quitzow`s. Durch ständige Kämpfe, Teilnahme an Kreuzzügen und Abwanderungen in die nun entstehenden Städte verliert der Ort an Bedeutung; der Rittersitz sowie die Griebenburg fallen den Kämpfen zum Opfer.
Die Familie von Meseberg tritt fortan nur noch in der Nordmark und später Ruppin auf.
1204  
4. Kreuzzug
1226 Hermannus (Edler v. M.)
1230 Lübeck u. Hamburg vereinigen sich zur Hanse
1237 Cölln (Berlin)
1271
Werben: von Rengerslage und andere Ritter sammeln sich zum Kampf gegen die Wenden (auch Edle v. Meseberg)
1273
Rudolf I. , 1. Habsburger König des Heiligen Römischen Reiches
1294 Conradus (Edler v. M.) geht zur Nordmark
1303 v. Veltheim urkundet für Burg Harbke
1316
mehrere Ritter erneut gegen die Wenden 
 1334

Henning v. Meseberg tritt als Zeuge auf (Die Aussage eines Adeligen galt damals als Richterspruch).
Henning v. Meseberg wird mit Gütern um Osterburg und mutmaßlich in Ruppin (auf dem Gebiet einer alten Wendenburg) belehnt, leiht dem Dorf Meseberg bei Osterburg seinen Namen. Hier befindet sich der Hauptsitz der Familie (Rittersitz).

 1337 England beginnt 100jährigen Krieg gegen Frankreich
1344

Ersterwähnung Ort Meseberg bei Osterburg (uralte Wendensiedlung), Meysebergh wie Metstorp

1369

Dorfgericht in Meseberg/Altmark

1399

Friedhelm v. Meseberg

1412-1420

Cune v. Meseberg (plündert Dörfer aus)

1437

Gerke v. Meseberg, gefürchteter Ritter; gesucht und ergriffen, eigenmächtig von der Stadt Pritzwalk erhängt.
Er war ein Freund des Grafen v. Ruppin und Günstling des Markgrafen v. Brandenburg. Die Stadt Pritzwalk hatte sich gegen die Obrigkeiten aufgelehnt. Die Verurteilung des ergriffenen Gerke v. Meseberg wurde vordergründig mit der Wegnahme der Armbruste zweier Jugendlicher begründet.

1445

Claus v. Meseberg auf Barsikow

1448-1535

Verpfändungen, Vergleiche u. Verkäufe von Lehngütern, Hebungen und dem Zehnten in und um Meseberg; die Familie befand sich nie in besonderem Wohlstand

1456 Johann v. Meseberg
1466-1486

Heinrich v. Meseberg auf Meseberg, von Markgraf Johann I. dort im Jahre 1486 mit Gütern belehnt, die er zuvor von der Familie v. Rönnebeck (von Romberg) gekauft hatte (Rittersitz auf Meseberg/Ruppin, weil er dort wohnte). Damit erhielt der Ort von diesem Ritter den Namen Meseberg.

Markgraf Johan
Markgraf Johann I (Gemälde im Shloss Gripsberg, Schweden)
 

1470

Heinrich v. Meseberg (Heinrich v. Meseberg) verpfändet Hebungen in Meseberg vor dem Altar im Dom zu Stendal (Zeuge: Peter v. Rengerslage)

1491

Claus, Paul (Pawel), Christian - die v. Meseberg -

1499

Lorenz, Henning, Joachim, Valentin v. Meseberg (Valentin v. Meseberg) (Brüder), alle auf Meseberg/Altmark, mutmaßlicher Vater Heinrich v. Meseberg

1500 Valentin v. Meseberg bekämpft die Familie von Mallzahn

1509

Wappen/Siegel von Valentin v. Meseberg
Wappendegeneration
1517 Lutter tritt in Erscheinung
historisches Stillleben, Schrank im Kloster Jerichow

1521

Philipp v. Meseberg (Philipp v. Meseberg), kurfürstlich brandenburgischer Hofmarschall
Er war mit der Ausrichtung der Hochzeit von Kurfürst Joachim beauftragt. Philipp war insbesondere mit den Familien von Quast und von der Gröben befreundet.

                Kurfürst Joachim
                                                                                                                                 Kürfürst Joachim (Gemälde im Shloss Gripsberg, Schweden)

 1524

Christian u. Claus v. Meseberg (Gevetter)
Tod des letzten Grafen von Ruppin (von Lindow - Harz -); danach werden Lehen vom Kurfürst Joachim I. eingezogen. Die Gunst der Stunde nutzte die Familie v. Gröben und erwarb Meseberg/Ruppin
Bauernkrieg

1525

Erwähnung des Rittersitzes in Meseberg/Ruppin (bestand mutmaßlich vor 1486 - mutmaßlich war auch dei Familie von Quast Inhaber des Rittersitzes)

1530 Kersten (Christian) auf Rohrlack

1540

Valentin (Valentin) u. Laurentz v. Meseberg noch auf Meseberg/Altmark;  Kersten u. Georg v. Meseberg auf Hirschfeld
Valentin v. Meseberg zahlt jährlich 6 Gulden an Stendaler Peterskirche
Jacob, Bethke, Claus u. Joachim v. Meseberg auf Rohrlack
Hans, Clawes , Cune u. Claus v. Meseberg auf Barsikow
Clawes, Cune u. Achim sind Brüder;
Kersten u. Claus sind Gevetter

1541

Joachim jetzt in Stendal

1542

Hans v.d. Gröben Inhaber des Rittersitzes in Meseberg/Ruppin (nicht Mühle mit 2 Hufen Land) und Baumgarten (Kirchenpatron)

1544

Tod von Henning v. Meseberg
Hans v. Meseberg auf Wildberg;
Heinrich v. Meseberg in Mecklenburg vermählt mit v. Lüderitz (1550)

1559

Margarethe v. Meseberg auf Eichstedt
Georg v. Meseberg auf Hirschfeld
Claus v. Meseberg auf Rohrlack

1564/1581

Valentin`s Vetter Henning

1572 Bartholomäusnacht
Hans (Wildberg) und Matthias auf Rohrlack, beide im Berliner Landtag

1581

Mühle in Meseberg/Ruppin jetzt auch im Besitz der Familie v. Gröben
Mühlenfundament
Bei Ausgrabung entdecktes Fundament der Mühle

1584

David.v. Meseberg, mutmaßlich Bruder von Gerhard
Gerhard`s Sohn Valentin

1588

Matthias v. Meseberg auf Rohrlack

1598

Henning v. Meseberg (Patron), Vater war Lorenz, Lorenz v. Meseberg (mit 27 Pferde gegen Polen), Vater war Georg, Lorenz`Bruder Augustin Gerhardus v. Meseberg (Gerd oder Gerhard, Patron), Vater war Valentin, Gert`s Schwester Catarina

1599

Gerhard v. Meseberg lt. v. Mülvenstedt`s "Ehestiftungen" vermählt mit M. von Rengerslage " und andere von Mesebergs zugegen"
Elisabeth v. Meseberg auf Schönberg
Lippolt v. Meseberg (Wildberg)