Email des Herrn Manfred Dittmann vom 07.11.2017

 
  Meseberg von, Wilhelm Johann Forstmeister * 1683 (err.) Ilsenburg, unehelich + 29.12.1747 Walkenried
Vater: Oberforst- und Jägermeister Gerhard Wilhelm von Meseberg (*08.04.1641 in Stolberg, +15.08.1820); 1681 hochgräflicher Hofmeister im Schloss Wolfenbüttel und der "Eheliebste" Haberstroh (er war 3 mal verheiratet ohne eheliche Kinder)
oo Friederice Philippine von Haberstroh, Hofdame
Tochter des Hofrates Haberstroh in Wolfenbüttel * 1685 (err.) + 31.12.1744
3 Kinder:
[Allewelt 2011, S. 365]
1716 Ehepaar von Mesberg und die ersten beiden Kinder werden in den Adelsstand erhoben. Rudolstadt, 19.05.1716
1716 Jagdjunker
1725 Forstmeister in Walkenried, wohnte in der Oberförsterei Zorge (ass. Nr. 1)
1743 Forst- und Wildmeister in Hohegeiß
Die Kinder:
1. Ernestine Sophia (genannt 1846 als Patin; Malerin; hatte Liebschaft am Hofe)
2. Gerhard Johann, Forstvermesser
3. August Wilhelm * 05.01.1723 auf Gut Booke in Altenrode/Harz,+09.05. 1767 in Groß Steinum
1749: Forstvermesser; später Seconde-Lieutnant und Oberforstmeister

1716 -1719 Wartegeld Jagdjunker Wilhelm Johann v. Meseberg, Sohn des Oberjägermeisters Gerhard Wilhelm v. Meseberg / A [NLA WO, 4 Alt 19, Nr. 1131]
1725 Bestellung der Forstmeister in Walkenried: Wilhelm Joh. v. Meseberg [NLA WO, 112 Alt, Nr. 1629]
1743 Besoldung für Forst- und Wildmeister Wilhelm Johann von Meseburg in Hohegeiß [NLA WO, 2 Alt, Nr. 19546]
Förster Maximilian Schneider: Nach seinem Tode (1655) wurde die Oberförsterei nach Zorge verlegt, in der dann gekannte Persönlichkeiten wie Oberforstkommissar Zacharias Koch (bis 1728), die Forstmeister von Meseberg und von Schubert oder die Forstbeamten Tiemann tätig waren. [Chronik Schneider, Allewelt 1950, S. 6]
Wilhelm Johann von Meseberg, Jagdjunker, lebte nur ca. 5 Jahre in Zorge, wo er 1747 im Alter von 64 Jahren verstarb. Sein Lebensmittelpunkt war das Gut Boke in Altenrode, wo er als unehelicher Sohn des Gerhard Wilhelm von Meseberg in den Adelsstand erhoben wurde und bei der Taufe seines Sohnes August Wilhelm von Meseberg als erster Pate der seinerzeit regierende Herzog August Wilhelm zu Braunschweig-Lüneburg stand. Die Familie war bereits vor 1739 aufgrund einer Erbforderung der Witwe seines Vaters verarmt, um sich und seine Kinder vor drohenden Arrest zu schützen. Die Situation spiegelt sich im anliegenden Brief wieder, den er am 25. Februar 1747 kurz vor seinem Tod aus Zorge an die gräfliche Regierung schrieb.
Als Jagdjunker stand Wilhelm Johann im Dienst der gräflichen Forsten. [Uwe Meseberg 2017]
Ass. Nr. 1: wurde durch Zacharias Koch (den Jüngeren) 1681 erbaut. Nach 1825 wohnte Forstmeister Wilhelm Johann von Meseberg in dem Haus. [Chronik Schneider, Allewelt 1950, S. 6] Ende 1756 erwarb die Fürstl. Blankenburgischer Kammer das Gebäude. [Braunschweigische Anzeigen 1756]; Die Bewohner des Hauses waren 1757 Forstmeister v. Schubardt, 1769 Hüttenfaktor Claus, 1788 Forstreuter Tiemann, 1845 Forstschreiber [Friedrich Philipp] Tiemann. [Probst 1941, S. 137]; 1839: Ablösung der Grundzinsen, welche der Kaufmann Wilh. Eschrig Nr. ass. 109 und der Forstschreiber Tiemann Nr. ass. 1 zu Zorge an das Stiftsamt Walkenried zu entrichten hatte [StAWf 91 Neu Fb. 3 Nr. 2607 online]; 1931 in Privatbesitz - Förster Bruhne; 1959 von der Gemeinde Zorge erworben, Rathaus u. Kurverwaltung; 1888 Heimatmuseum Zorge in der oberen Etage; in der unteren Etage befindet sich 2017 eine Tourist-Information [Dennert-Tanne: Zacharias-Koch-Haus]; heute: Am Kurpark 4


NLA WO, 112 Alt, Nr. 1629 Bestellung der Forstmeister in Walkenried und deren Besoldung Darin: Zacharias Koch (1672), Johann Rosenthal (1698), Thedel Georg v. Löhneysen (1710), Wilhelm Joh. v. Meseberg (1725), v. Wolfskehl (1732), L. v. Steinsdorf (1732), v. Schubart (1748) 1671 - 1756
NLA WO, 2 Alt, Nr. 19546 Die Anstellung, Besoldung, Deputate und Wohnungen der Beamten und Bediensteten der Kammer in Blankenburg, auch Geschäftsführung und Rechnungswesen der Kammer, Band 1

Bandnummer: 1

Datierung: 1741 - 1749

darin: Pensionierung des Forstmeisters von Steinsdorf, Jagdjunker von Meseberg zum Forstmeister in Walkenried, Besoldungszulage für Forstschreiber Fricke in Braunlage, Ernennung des Forstsekretärs Heiland zum Oberamtmann in Walkenried (1741).- Untersuchung des Marmorvorkommens bei Rübeland.- Besoldung für Forst- und Wildmeister Wilhelm Johann von Meseburg in Hohegeiß (1743).- Einführung des Kammerrats [Joh. Andreas] Cramer (1743).- Besoldungszulage für Oberamtmann Heyland in Walkenried für Bergamts-Geschäfts (1744).- Advokat Leopold Friedrich Meyer in Blankenburg: Landfiskal und Kammerkonsulent (1744).- Gnadenquartal für Witwe des gestorbenen Landsyndikus und Amtsjustitiars Rosenthal (1744).- Amtsjustitiar Joh. Erich Herweg in Blankbg.: Amtmann (1744).- Zuschuss für Unrerricht der Bergleute-Kinder in Treseburg (1745).- Führung der Kammerrechnung.- Tod des Kammersekr. Seesemann und Bewerbungen um Nachfolge (1746).- Hofjunker Friedrich Anton von Heynitz: Kammerassessor (1746), Kammerrat (1748).- Besondere-Zulage Kammersekretär Friedrich Ludwig Sauerwald (1747).- Auditeur-Funktion in Blankenburg (1749) 1741 - 1749
NLA WO, 4 Alt 19, Nr. 1131 Wartegeld Jagdjunker Wilhelm Johann v. Meseberg, Sohn des Oberjägermeisters Gerhard Wilhelm v. Meseberg / A 1716 - 1719

Die Söhne:
NLA WO, 4 Alt 19, Nr. 3762 Der zur Forstvermessung angestellte August Wilhelm von Meseberg / A Q 1749 - 1749
Detailseite
NLA WO, 92 Neu, Nr. 1199 Geometrischer Grund Riss Der Wangelstedter Forst [Wangelnstedt] Zeichnung, farbig aufgenommen 1746 von Johann Gerhard von Meseberg und August Wilhelm von Meseberg 1746 - 1746
NLA WO, 112 Alt, Nr. 1669 Die Annahme der Pagen von Lasberg, Sohns des Oberjägermeisters, und Gerhard Johann v. Meseberg, Enkels des + Oberforst- und Jägermeisters Gerhard Wilhelm von Meseberg, zu Jagdlehrlinge 1725 - 1727
NLA WO, 92 Neu, Nr. 1269 Geometrischer Grund Riss der Kemnader Forst Darin: Dorf und Schloss Hehlen, Dorflage Kemnade, Brökeln, Bodenwerder Zeichnung, farbig aufgenommen und aufgetragen 1746 von Johann Gerhard von Meseberg und August Wilhelm von Meseberg 1746 - 1746
NLA WO, 92 Neu, Nr. 533 Beschreibung der Evesser Forst Enthält auch: Kolorierte Handzeichnung: Geometrischer Grundriß der Eveser Forst wie selbige in Anno 1748 aufgenommen durch Carl Ludwig von Lasperg und Johann Gerhard von Meseberg und Johann Friederich Rämecken 1748 - 1748
NLA WO, 92 Neu, Nr. 1199 Beschreibung der Wangelnstedt Forst Enthält u.a.: Grenzen, genaue Anzahl der Bäume verschiedener Arten, Höhe und Stärke der Bäume, Bodenbeschaffenheit; Hauungen, geplant bis 1796; Mineralienvorkommen, Hude und Weide, Aussaat und Ernte von Bäumen und Getreide, Einnahmeregister für Holz, Mast und Wildbret, Karte "Geometrischer Grundriß der Wangelnstedt Forst", aufgenommen von den Gebrüdern Johann Gerhard und August Wilhelm von Meseberg (1746)

aufgestellt von v. Langen, und von A. von Hoym 1746 - 1747
NLA WO, 92 Neu, Nr. 1269 Beschreibung der Kemnader Forst Enthält u.a.: Grenzen, genaue Anzahl der Bäume verschiedener Arten, Höhe und Stärke der Bäume, Bodenbeschaffenheit; Hauungen, geplant bis 1786; Mineralienvorkommen, Hude und Weide, Aussaat und Ernte von Bäumen und Getreide, Einnahmeregister für Holz, Mast und Wildbret, Karte "Geometrischer Grundriß der Kemnader Forst", aufgenommen von den Gebrüdern Johann Gerhard und August Wilhelm von Meseberg (1746)

aufgestellt von v. Langen, und von A. von Hoym 1746 - 1747
NLA WO, 6 Urk, Nr. 1198/a Hennings Thormann, Kaiserl. Notar. Notariatsinstrument über die Abtretung der Jagd auf der Ellieröder Feldmark von Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg an das Stift Gandersheim lt.Vertrag v.15.9.1634.
Henriette Christine, Äbtissin von Gandersheimgerzogin zu Braunschweig und Lüneburg,
Christian Ulrich Koch von Herrhausen, Hofmeister d.Äbtissin,
Christian Wilhelm Probst, Abteirat und Senior,
Heinrich Eberstein, Abtei Schütze,
Meister Jobst Harst und Christof Borchers, Bürger und Brauer zu Gandersheim,
Gerhard Wilhelm v. Meseberg, braunschw. Oberforst- und Jägermeister,
Anton Ulrich Burchtorff, braunschw.Amtmann zu Gandersheim,
Johann Henrich Bärtling aus Hahausen, braunschw.Wildmeister,
Rackebrand aus Ackenhausen, braunschw.Grenzschütze.
Hauschenplat, Geometer - Vermessung der Feldmark Ellierode (vor 1707) 1707 - 1707
NLA WO, 3 Alt, Nr. 602 Bestallungen, Ernennungen, Beförderungen, Titelverleihungen, Besoldungsanweisungen, -abrechnungen und -quittungen von Beamten und Bediensteten aus den Regierungszeiten der Herzöge Rudolf August [1666-1704] bis Karl Wilhelm Ferdinand [1780-1806]
Band 50 [Marschall von Bieberstein - Mehlbaum]
Darin: Bestallung für Kammerjunker Christian Marschall von Bieberstein als Hofmeister der Herzogin (1689) und Revers als Hof- und Legationsrat (1691) .- Bestallung des Wilhelm Busso Marschall von Bieberstein als Hofjunker (1717), Besoldungsquittung und Bestallung als Kammerjunker (1722, 1723) .- Besoldungsanweisung für Dr. Martini als Assessor und Sekretär des Collegium Medicum (1750) .- Titelverleihung Hofrat an Dekan des Obersanitätskollegiums Dr. Johann Bernhard Martini (1773) .- Reskript an Kammer betr. Besetzung der Akzisestube in Wolfenbüttel nach dem Tode des Kassierers Marwede: Besoldung des Kommissars Alburg für Aufsicht über Akziesewesen; Nachfolge Marwedes durch Buchhalter Küster; Ernennung des Sergeanten Kruse zum Akziseschreiber und des Fouriers Loges zum Kontrolleur (1771) .- Pension für den hessen-homburgischen Rat Mattei mit Schreiben des zu deren Erhebung beauftragten Forstrates de Florencourt (1785) .- Ges. des Amtmanns Johann Joachim Matthaei in Wolfenbüttel wegen seiner Amtsführung (1671), Besoldung (1672), seiner Vertretung (1681), und wegen Abnahme der Rechnungsführung (1684), Bestallung des Oberamtmanns als Kammerrat (1689) .- Bestallung für Andreas Matthiae als Sekretär des Prinzen Ludwig Rudolf (1695, mit Revers) und dessen Revers als Kammerrat im Fürstentum Blankenburg und Archivar bei der dortigen Kanzlei (1711) .- Besoldungsanweisung für bisherigen Auditeur [Konrad Ludwig Ulrich] Matthiae als Sekretär an der Justizkanzlei (1767) .- Ernennung des Wilhelm Ludwig Albrecht Matthiae aus Blakenburg zum Professor (1801, mit eigenhändiger Anweisung des
Laufzeit
1671 - 1801
Enthält
Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand) .- Ernennung des Dr. med. May in Blankenburg zum Stadt- und Landphysikus in Schöningen mit Besoldungsanweisung (1776) .- Gesuch des Oberkriegs- und Oberpostkommissars Joh. Heinrich Mecken wegen Besoldung und Bestallung als Kammerrat (1741, 1744) .- Bestallung des Heinrich August von Mecken als Amtshauptmann (1758) .- Beauftragung des Oberjäger- und Oberforstmeisters Gerhard Wilhelm von Meseberg mit der Generalinspektion des Forst- und Jagdwesens (1714), Besoldungsquittung und Besoldungsanweisung für seine Witwe (1719-20) .- Revers des Hofgerichtsassessors und Gerichtsschultheißen Johann Friedrich Mehlbaum in Holzminden als Amtsrat und Adjunkt des Landdrosten über die Weserämter Günter Otto Krage (1690), Festsetzung einer Pension (1722)
1671 - 1801

NLA WO, 113 Alt, Nr. 3207 Vertrag des Forstamtes mit dem gräflich stolberg-wernigerödischen Hof- und Forstmeister Gebhard Wilhelm von Meseberg über Lieferung von Holzkohlen aus der Forst Hohnstein zum Hüttenwerk in Tanne 1689 - 1693
Detailseite
Das Molkenhaus bei Wernigerode liegt am Jägerkopf oberhalb der Steinernen Renne und des Quellgebietes der Holtemme. Das im Auftrag des gräflich-stolbergischen Oberjägermeisters von Meseberg zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtete Fachwerkgebäude gehörte zum Ilsenburger Marienhof und diente der Buttererzeugung und für Jagdzwecke. Es wird jetzt vom Nationalpark Harz genutzt.