Brief von Herrn Thomas Giesenhagen

 
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

im Zuge meiner regionalspezifischen Forschungen im Bereich Dithmarschen, Holstein, bin ich auf einen Bezug zu einem "Gute Meseberg in der Altmark" gestoßen. Ich bin im Weiteren auf Ihre interessante und informative Website hingewiesen worden und hoffe, Sie können mir eventuell als ausgewiesener "Meseberg"-Experte weiterhelfen.

In meiner Forschungsregion Dithmarschen hat im Juli 1819 ein 1782 in Magdeburg als Pastorensohn geborener Dr. Johann Carl Berkhan, der seit 1786 mit seinen Eltern nach Hamburg übergesiedelt ist und dort zunächst lebte und praktizierte, ein ehemaliges Gut Riese im Kirchspiel Nordhastedt erworben. Hier lebte er bis zu seinem Tod im Jahre 1843. Im Verlauf der genaueren Erforschung der Person bin ich u.a. auf zwei Lexika-Einträge aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestoßen, nach denen er ab ca. 1811 für einige Jahre ein "Gut Meseberg in der Altmark" besessen bzw. bewirtschaftet hat. Dieses Gut hat er aber wohl nach wenigen Jahren wieder verlassen und ist dann nach Dithmarschen übergesiedelt.

An anderer Stelle wird ein Sohn Gustav Friedrich Berkhan als am 02.08.1816 in Meseberg geboren genannt, eine Schwester Luise am 30.01.1819 aber schon wieder in Hamburg. Berkhan dürfte demnach zwischen 1811/1812 und 1818 in Meseberg gelebt haben.

Nach erstem Studium Ihrer Website habe ich gelernt, dass es grundsätzlich zwei Örtlichkeiten "Meseberg" zu unterscheiden gilt, wobei das "Schloss Meseberg" bei Gransee/Ruppin, das heutige Gästehaus der Bundesregierung, wohl nicht das von mir gesuchte sein kann. Vielmehr scheint der alte "Meseberg-Stammsitz" bei Osterburg in der Alten Mark das den Herrn Dr. Berkhan betreffende zu sein.

Können Sie mir evtl. mit weiteren Angaben zur genaueren Beschreibung des "Gutes", wenn es denn ein solches war, zu Beginn des 19. Jahrhunderts und den genaueren Umständen des Erwerbs und Verkaufs behilflich sein?

Insbesondere interessieren mich die Umstände des Erwerbes des Gutes von Dr. Berkhan im Jahre 1811 oder später. Möglicherweise gibt es familiäre Verflechtungen zur Familie seiner im Juli 1812 angetrauten Frau Anna Elisabeth Schröder, aus deren Kaufmanns- und Bankier-Familie auch Bürgermeister Hamburgs entspringen. Also wären für mich auch Informationen über Vor- und Nachbesitzer eines solchen "Gutes Meseberg", über das ich ansonsten bislang noch keine Angaben gefunden habe, interessant.

Es würde mich freuen von Ihnen zu hören und weiteren Austausch hierzu aufzunehmen

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Giesenhagen