Email an Herrn Jörn Lehmann, Edition Rieger

 
 
Sehr geehrter Herr Lehmann!

Letztes Wochenende fiel mir anläßlich eines Aufenthaltes im Schloßhotel Meseberg Ihr Buch (Ausgabe 2007) in die Hände und ich stellte fest, daß im Abschnitt "Von den Anfängen Mesebergs" einige Punkte bezogen auf meine Vorfahren immer noch einer Korrektur bedürfen. Ist die Erwähnung von Henning v. M. für 1334 möglicherweise auf beide Orte bezogen (nämlich Meseberg bei Osterburg - Altmark - und Meseberg bei Gransee - Ruppin -), so steht die erste Ortsnennung für 1344 eindeutig nur für Meseberg bei Osterburg! Die Grafen von Lindow übernahmen zwar 1319/1347 Gransee, das Kerngebiet wurde von ihnen aber erst im 15. Jahrhundert kontrolliert. Es ist nicht anzunehmen, daß die ehr unbedeutende kleine Slavensiedlung sofort den Namen Meseberg erhielt, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft die Lindows sich selber niederließen. Nach unseren Unterlagen erhielt Meseberg erst um 1466 seinen Namen von unserem Ahn Heinrich von Meseberg, der um diese Zeit dort Ländereien von der Familie von Rönnebeck gekauft hatte und diese von Markgraf Johann I. im Jahre 1486 belehnt wurden. Heinrich v. M. lebte auch dort und gründete deshalb den Rittersitz! - Als nach dem Erlöschen der Grafen von Lindow 1524 die Lehen vom Kurfürsten eingezogen wurden, war unser Ahn Philipp von Meseberg kurfürstlich-brandenburgischer Hofmarschal und mit der Neuordnung selber befaßt. Die Familie übersiedelte nach Barsikow (auch in der Region Ruppin, besserer Ackerboden!), wo sie weit über 100 Jahre saß. Zwei Mitglieder der Familie zogen in den Berliner Landtag. - Die Familie war im 17. Jahrhundert weit verbreitet, starb dann Anfang des 19. Jahrhunderts im Adelsstamm ab, besteht aber im bürgerlichen Stamm noch heute.

Alles nachlesbar in unserer Homepage www.von-Meseberg.de , alle Fundstellen konnten wir dort natürlich nicht unterbringen.

Als wir unsere Familie im Bundeskanzleramt vor Jahren vorstellten, wurden die Geschehnisse - wie vorstehend - erörtert und später von Herrn Schlich (Bundespresseamt) übernommen. - Ich meine, man sollte bei Veröffentlichungen dann auch einheitlich verfahren und nicht unterschiedlich. Bei Nachfragen - soweit dies kommen - stehe ich doch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Meseberg