Brief an Jens Preißner

 
 

Herrn
Jens Preißner
Schulweg 1
29396 Schönewörde

Ihre Telefonate vom 2. und 9.d.M.

Sehr geehrter Herr Preißner!
Bislang blieb Ihr angekündigter Brief aus. Ich habe deshalb einige Punkte Ihrer mündlichen Darstellung aus dem Gedächtnis heraus überprüft und versucht, einen "Einstieg" für unsere Meseberger Ahnen zu finden. Leider vergeblich!

Zu den Dörfern:
sie waren frühe Siedlungen der Slaven und Wenden. Das vor der Völkerwanderung das Gebiet von den Germanen bewohnt war, ist nicht Gegenstand bzw. Inhalt unserer Forschung.

Zum Wappen:
Das Wappen unserer Familie ist 1984 nochmals vom HEROLD Deutsche Wappenrolle in Berlin in Bezug auf die Genehmigung eines neuen bürgerlichen Wappens überprüft worden und steht nicht in Anlehnung "ähnlicher" Wappensymbole anderer Familien. Die Entstehung im Jahre 1156 bleibt in unserer Internetseite solange dargestellt, bis eine andere Quelle anderes aussagt. Ich bitte dabei zu beachten, daß im Schild eine schräg angelegte Sturmleiter!!! mit zwei Sturmhaken steht!

Familie von Veitheim:
Diese ist urkundlich erstmals um 1087 erwähnt, eine Verbindung des Familiencomitees "Grieben-Ammensleben-Harbke-Meseberg" zu den Veitheims ergab sich erst später durch eheliche Beziehungen. Geschehnisse in der Zeit vor 1100 n Chr. stehen nicht im Zusammenhang beider Familien, zumal die "Osterburger" später auch ranghöher waren. - Eine Verbindung zu einer Familie "Velthien" ist nicht erkennbar und deshalb spekulativ, desgleichen eine direkte Verbindung zu den Weifen in dieser Zeit. Eine indirekte Verbindung besteht allerdings zu den Saliern, den Karolingern und Gegenkönig Hermann.-

Studentenbriefe und Leichenpredigten:
Sie erscheinen zeitlich erheblich später und sind für die "Urgeschichte" unerheblich.

Familien mit den Namen Meseberg wohnten in den verschiedensten Orten in der Altmark und in Brandenburg, inwieweit sie Zugang zum Adelsgeschlecht hatten, ist nicht immer nachgewiesen.
Und Abhandlungen in "Prosa" über geschichtliche Vorgänge wurden durch die Fantasie und Anteilnahme der jeweiligen Zeitzeugen und Geschichtsschreiber im unmittelbaren Umfeld der Herrscher oft "gefärbt" erstellt. Allein der Inhalt von Urkunden ist entscheidend, und ich meine, die wichtigsten Quellen über meine Vorfahren zu kennen.

Ehrlich gesagt, ich bin nicht richtig dahinter gekommen, worauf Sie in Ihren Telefonaten hinaus wollten. Ich gehe mal davon aus, daß sich in der "Basis" derzeit keine neuen Erkenntnisse ergeben und wir die Sache damit beenden. Ich danke Ihnen aber für Ihr gezeigtes Interesse am Stammbaum unserer Familie.
Mit freundlichen Grüßen Ihr
(Uwe Meseberg)